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08/04/2017

Akku Acer Aspire One 721

Wer die Kameramenüs der Cyber-shot DSC-RX100 das erste Mal mit dem Menü-Knopf aufruft, wird sich von der schieren Masse der Einstellmöglichkeiten erschlagen fühlen. Sieben Hauptmenüpunkte, die jeweils noch einmal bis zu fünf Bildschirmseiten mit Untermenüpunkten enthalten, erlauben zwar einen tiefen Eingriff in die Steuerung, doch das ist noch nicht alles.Auch außerhalb des Menüs gibt es noch zahlreiche Optionen. Damit sind keineswegs die 13 Motivprogramme gemeint, die der Anwender recht schnell mit einem Dreh am Multifunktionsrad oder dem Objektivring durchblättern kann, sondern auch HDR-Belichtungsreihen, Belichtungskorrekturen, Weißabgleichsfunktionen, Autofokusoptionen, Bildverfremdungsmöglichkeiten und etliches mehr. Das Handbuch liegt in gedruckter Form vor und kann auch als PDF betrachtet werden - übrigens auch online für alle, die sich mit der Steuerung einmal vertraut machen wollen. Eine CD mit Treibern oder einem Programm zum Entwickeln der Rohdaten fehlt. Letzteres kann sich der Anwender von der Sony-Website für Windows und Mac OS X herunterladen.

Die unheimliche Detailfülle der Menüs muss sich der Benutzer jedoch nicht zwangsweise antun. Wer zum Beispiel den Automatikmodus aktiviert, kann die RX100 praktisch über den Auslöser bedienen - die Einstellungen für Lichtempfindlichkeit und andere Parameter für die Belichtung übernimmt dann die Elektronik. Die Kamera ist schnell eingeschaltet und betriebsbereit. Bis zur Einsatzbereitschaft vergehen ungefähr zwei Sekunden.Handgehaltene Aufnahme - durch Mehrfachbelichtungen recht gut durchzeichnet trotz schlechtem Licht. (Bild: Andreas Donath) Handgehaltene Aufnahme - durch Mehrfachbelichtungen recht gut durchzeichnet trotz schlechtem Licht. (Bild: Andreas Donath) Die RX100 ist sehr klein - und liegt dennoch gut in der Hand, was auch an der strategisch gut platzierten Griffmulde oben rechts liegt. Das geringe Gewicht tut sein Übriges, dass Ermüdungserscheinungen ausbleiben. Dennoch gibt es ein paar unschöne Details. Das Objektiv-Einstellrad kommt ohne Rasterung aus. So kam es in unserem Praxistest schnell zu ungewollten Verstellungen, was besonders ärgerlich ist, wenn das wichtige Parameter wie die Blendenöffnung betrifft. Beim Fokussieren mit diesem Rad hilft die automatisch zugeschaltete Bildvergrößerung, den richtigen Punkt zu treffen.

Die Drehung des Rings wird elektronisch an die Kamera (Drive by Wire) übermittelt. Eine direkte mechanische Übertragung fehlt. Die Zeitverzögerung, die dadurch entsteht, mag etwas lästig erscheinen, schwerer wiegt jedoch, dass es viele Umdrehungen des Rades erfordert, bis die Schärfe überhaupt signifikant verlagert wird. Das ist allenfalls beim Filmen zum Ausblenden oder Einblenden eines Motivs akzeptabel, nicht aber beim Fotografieren. Aufgrund des extrem schnellen und präzisen Autofokus, den die RX100 mitbringt, ist die manuelle Scharfstellung jedoch nicht unbedingt erforderlich. Recht fix ist hingegen der Zoommotor, der sich wahlweise auch über den Objektivring oder den Schalter am Auslöser betätigen lässt. Der Zoom ist sehr leise, so dass es nicht einmal beim Filmen stört.

An der optischen Qualität des Objektivs gibt es nur wenig auszusetzen. Zwar sind hin und wieder an harten Rändern mit harten Kontrasten lila Farbfehler zu entdecken, aber die lassen sich mit Bildbearbeitungsprogrammen wie Lightroom leicht entfernen. Mangels Sonnenblende kommt es zudem gelegentlich zu unschönen Blendeffekten, besonders durch punktförmige helle Lichtquellen, die seitlich in das Objektiv hineinleuchten.Die Randschärfe ist, sofern das Objektiv leicht abgeblendet wird, recht hoch, aber nicht überragend. In der Weitwinkelstellung und bei f/1,8 ist das Bild etwas flauer. Vignettierungen rechnet die Kameraelektronik vermutlich ebenso aus dem Bild wie Verzerrungen, die kaum zu entdecken sind. Etwas unangenehm ist die Naheinstellgrenze der Kamera. In der 28-mm-Einstellung liegt der Mindestabstand bei rund 5 cm. Leider gibt es auch kein Filtergewinde. Da kein Neutraldichtefilter in der Kamera eingebaut ist und sich auch keiner anschrauben lässt, hat die größte Blendenöffnung von f/1,8 in der Weitwinkelstellung bei normal hellen Situationen zusammen mit der kürzesten Belichtungszeit von 1/2.000 Sekunde den Nachteil, dass es schnell zu Überbelichtungen von Bildbereichen kommt. Demzufolge nutzt die große Lichtstärke praktisch nur denen, die bei wenig Licht fotografieren, aber nicht, um Objekte freistellen zu können und den Hintergrund unscharf werden zu lassen.

Angesichts des großen Sensors wirkt Sonys Entscheidung, ihn aber gleich mit 20 Millionen Pixeln zu bestücken, etwas schizophren. Hätten denn nicht größere, dafür aber weniger Pixel noch etwas mehr Qualität gebracht, fragt sich der Betrachter. Dennoch: Die Bildqualität der kleinen Kamera ist überraschend hoch. Bei JPEGs ist die Farbwiedergabe in der Grundeinstellung etwas zu bunt - vor allem Grüntöne werden etwas übertrieben satt dargestellt - doch das ist letztlich eine Geschmacksfrage und lässt sich anpassen. Auch die Nachschärfung der Fotos ist - sofern man sie 1:1 am Bildschirm darstellt, ein wenig zu gering, was sich aber im Kameramenü verändern lässt. Neben zwei verschiedenen JPEG-Kompressionsgraden ermöglicht die RX100 auch RAW-Aufnahmen und in einem weiteren Modus auch das parallele Speichern von JPEGs und RAWs.

Bis zu einer Lichtempfindlichkeit von einschließlich ISO 1.600 können auch noch kleinere Strukturen in den Bildern erkannt werden, danach nimmt der etwas verwaschene Bildeindruck zu, wenn man die Bilder 1:1 betrachtet. Die hohe Auflösung von 20 Megapixeln macht es jedoch leicht, zumindest beim Drucken oder nach einer Verkleinerung des Bildes darüber hinwegzusehen.Nutzbar sind die Bilder auch bei ISO 3.200 noch - dann reicht die Bildqualität problemlos noch für postkartengroße Ausdrucke. Darüber hinaus lässt sich das Material immer noch verkleinert zum Beispiel für Webseiten verwenden, aber mit diesen hohen Empfindlichkeiten sollte eigentlich nur fotografieren, wer kein Stativ zur Hand hat. Um verwacklungsfreie Bilder mit hoher Durchzeichnung anzufertigen, kann die Kamera von allein mehrere Aufnahmen in sehr kurzer Folge aufnehmen und sie dann miteinander verrechnen. Dieses Prinzip wird sowohl bei den HDR-Aufnahmen als auch bei hohen Lichtempfindlichkeiten eingesetzt, um entweder die Bildqualität zu erhöhen oder eine Belichtungsreihe zum Erfassen von hohen Helligkeitsunterschieden einzusetzen.

Der Panoramamodus erzeugt aus leicht versetzten Freihandaufnahmen, die der Fotograf in alle vier Hauptrichtungen aufnehmen kann, ein großes Bild. Das ist praktisch, wenn die Weitwinkelbrennweite nicht ausreicht, den gewünschten Bildausschnitt aufzunehmen. Panoramaaufnahmen werden einfach mit durchgedrücktem Auslöser und einer Schwenkbewegung aufgenommen. Das klappt nur im JPEG-Modus. Bei den Rohdatenaufnahmen wird die Freude derzeit durch eine recht geringe Unterstützung des Formats durch die Hersteller von Bildbearbeitungsprogrammen getrübt. Neben Sonys eigenem rudimentären Konverter für Windows und Mac OS X unterstützten Adobe Camera Raw 7.3 (Beta) sowie DxO Optics Pro v7.5.4 das Format.

Bei der Nachbearbeitung der Rohdatenbilder zeigt sich deutlich, dass Sony ganze Arbeit geleistet hat - die Rohdatenbilder bieten zwar ungefähr noch eine Blendenstufe mehr Belichtungsspielraum, aber viel mehr lässt sich aus ihnen im Vergleich zu den Kamera-JPEGs nicht herausholen. Auch die Rauschreduktion der RX100 arbeitet sehr gut - mit Photoshop CS6 und dem Rohdatenmaterial ließen sich praktisch keine besseren Ergebnisse erzielen. Der nachträglich änderbare Weißabgleich ist jedoch ein unschlagbares Argument für den RAW-Betriebsmodus. Leider können Rohdatenbilder in der Kamera nicht in JPEGs umgewandelt werden. Auch eine Effektbearbeitung nach der Aufnahme ist nicht möglich. Es empfiehlt sich daher, die RX100 im RAW+JPEG-Modus zu betreiben, auch wenn ein Rohdatenbild 20 MByte Speicherplatz beansprucht. Eine große SD-Karte ist schon fast Pflicht - auch angesichts der Datenmengen, die bei der Videoaufnahme entstehen können.

Sony hat der RX100 eine automatische Szenenerkennung spendiert, die eines von elf vordefinierten Programmen anhand einer Bildanalyse auswählt. Daneben gibt es den "überlegenen Automatikmodus", der eigentlich von der Zielsetzung genauso arbeitet, jedoch mehr Wert auf eine Rauschreduzierung und eine bessere Schattendurchzeichnung legt. Dabei kommen Mehrfachaufnahmen zum Einsatz. Wer möchte, kann auch die Funktionen Gesichtserkennung, Personenregistrierung und Lächelauslöser einsetzen. Die Belichtung und Fokussierung wird dann auf das oder die Gesichter abgestimmt. Wer Gruppenaufnahmen macht und vorher Einzelgesichter registriert hat, kann die Kamera dazu bringen, nur auf bekannte Personen scharf zu stellen. Der Lächelauslöser macht erst das Bild, wenn die erkannte Person in die Kamera grinst. Dazu kommt noch eine Selbstporträtfunktion für Paare, die erst dann auslöst, wenn eine zweite Person im Bild auftaucht.

Deutlich interessanter sind da schon die Bildverfremdungsmöglichkeiten, welche die Kompaktkamera in enormer Zahl bereithält. Die Bildeffekte reichen von einem Poster- und Retroeffekt über Teilfarbfilter, Hochkontrast- und HDR-Bilder, Weichzeichnern, Miniatureffekten mit variablen Fokussierebenen bis hin zu Zeichen- und Schwarz-Weiß-Filtern. Damit lässt sich stundenlang experimentieren.Wer Spaß an solchen Effekten findet, kann in vielen Fällen auf eine Nachbehandlung mit einer Bildbearbeitung am Rechner verzichten. Ausgerechnet Filmsimulationen, die echtes analoges Filmmaterial nachahmen, fehlen der Sony-Kamera jedoch. Das dürfte auch daran liegen, dass Sony beispielsweise im Gegensatz zu Fujifilm nie eigenes Filmmaterial produzierte.Die Sony RX100 macht bis zu 10 Bilder pro Sekunde bei voller Auflösung. Dazu werden jedoch nur zu Beginn der Serie der Autofokus und die Belichtungsmessung genutzt. Die Kamera macht dann auf Knopfdruck 13 JPEGs oder 10 Rohdatenbilder, bis sie eine auch bei schnellen SD-Karten recht lange Speicherpause eingelegt. Wer auf den Autofokus oder die Belichtungsmessung zwischen den einzelnen Aufnahmen nicht verzichten will, der muss sich mit einer erheblich geringeren Frequenz von ungefähr 2,5 Bildern pro Sekunde begnügen.

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