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12/04/2017

Akku für HP TouchSmart tm2t

Unser Test beginnt mit einem Samsung Syncmaster 2233z in Kombination mit einer Geforce 480 GTX und dem obligatorischen 3D Vision Kit. Als Basis für diese Komponenten dient ein Nforce-780i-SLI-Mainboard von XFX mit einem Core-2-Quad-9450-Prozessor von Intel im Standardtakt von 2,66 GHz und 4 GByte RAM.Der Aufbau von 3D Vision gestaltet sich wenig schwierig. Nach der Treiberinstallation wird ein freier Platz für den Infrarotempfänger ausgemacht. Dieser sollte einen Mindestabstand von 50 Zentimetern zum Kopf des Spielers und freie Sicht zum Spieler haben. Ein großzügiges, fünf Meter langes USB-Minikabel verbindet Empfänger und PC.Die Shutterbrille von Nvidia ist gut verarbeitet und wird mit drei Aufsätzen für unterschiedliche Nasenformen geliefert. Der interne Akku der Brille hält während unseres Tests regelmäßig für knappe 30 Spielstunden, bevor er über USB aufgeladen werden muss. Der Ladevorgang kann auch während des Spielens gestartet werden. Der Tragekomfort der Brille ist akzeptabel, wobei Menschen, die sonst keine Brille tragen, sich an Abdrücke auf dem Nasenbein gewöhnen müssen.

Eine Voraussetzung für stereoskopisches 3D unter Windows ist unter anderem ein kompatibler Monitor mit 120 Hz. Der von uns gewählte - und von Nvidia empfohlene - Samsung Syncmaster 2233z erfüllt die Voraussetzungen und wird über ein DVI-D-Dual-Link-Kabel mit der Grafikkarte verbunden. Nur mit diesem Kabeltyp werden 120 Hz an LCDs überhaupt möglich. Neben den üblichen Schwächen eines TN-Panels, wie es der 2233z benutzt - verfälschte Farben und starke Blickwinkelabhängigkeit -, hat Samsungs 3D-Monitor auch nur einen Videoanschluss, den DVI-Port. Nach der manuellen Einstellung von 120 Hz in der Nvidia-Systemsteuerung starten wir eine auf dem Testsystem eingerichtete Reihe an Spielen. Erfreulicherweise gibt es bei der Übertragung der stereoskopischen Bilder keine Probleme. Alle Spiele starten direkt im 3D-Modus mit einer unübersehbaren Einblendung von Nvidia, die bewirbt, wie gut das vorliegende Spiel 3D-Vision unterstützt. Das große Problem, auf das wir stoßen, ist die Verarbeitung der 120-Hz-Bilder des Samsung 2233z. Der Monitor liefert ein katastrophales stereoskopisches Bild, das keine Freude an der neuen Technik aufkommen lässt.

Das Hauptproblem beim 2233z ist sogenanntes Ghosting. Der Monitor kann die versetzten Bilder im 120-Hz-Modus nicht schnell genug wechseln, so dass die aktive Shutterbrille separate Bilder, die für das linke und rechte Auge bestimmt sind, nicht sauber trennen kann. Besonders stark tritt Ghosting an den Bildschirmrändern oben und unten auf. Doch der 2233z lässt auch in der Mitte bei starken Kontrasten Ghosting erkennen.Nvidias Supportforum ist gefüllt mit seitenlangen Beschwerden und der Frage, wie der Monitor jemals durch die Qualitätskontrollen für 3D Vision kommen konnte. Unser Testexemplar schicken wir an den Händler zurück und bestellen etwas Neues - in der Hoffnung, die Technik hätte sich seit dem Samsung-Debakel von 2009 verbessert. 2010 erschienen Monitore von Acer, Asus und Alienware, die 120 Hz und 3D Vision unterstützen. Die diesmal frühzeitige Forenrecherche zeigt jedoch, dass auch bei diesen Monitoren Ghosting in den Randbereichen auftritt. Deshalb entscheiden wir uns für ein aktuelles 3D-Vision-kompatibles Display vom November 2010, den BenQ XL2410T.

Auch der stereoskopiefähige BenQ XL2410T nutzt ein TN-Panel, das für schnelle Spiele ideal ist. Eine moderne LED-Hintergrundbeleuchtung wurde ebenfalls verbaut. Gleichmäßig ausgeleuchtet ist der Monitor mit seiner Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln aber trotzdem nicht. Insgesamt bekommen Spieler mit dem BenQ aber ein kompletteres Angebot als mit dem 2233z. Der XL2410T unterstützt Pivot, ist höhenverstellbar und bietet neben dem DVI-D- auch VGA- und HDMI-Anschlüsse. Der Anschluss des neuen Monitors an den Test-PC bereitet dem 3D-Vision-Treiber Schwierigkeiten. Spiele begrüßen uns regelmäßig mit einer roten Fehlermeldung, die erst durch mehrmalige Deinstallation und Neuinstallation verschiedener Treiberversionen behoben werden kann. Ein Verfahren, das wir auch bei späteren Wechseln zu 3D-Projektoren wiederholen müssen.Erfreulich ist das deutlich bessere Ergebnis bei der stereoskopischen Darstellung. Abgesehen von den oberen und unteren 15 Prozent des Bildes zeigte der BenQ kein Ghosting. Die Tiefendarstellung, die sich über ein kleines Rädchen an der Hinterseite des Infrarotempfängers einstellen lässt, regeln wir von 15 auf 40 Prozent hoch und sind zufrieden damit, wie gut der dreidimensionale Eindruck ist.

Leider werden wir von den Randbereichen immer wieder abgelenkt; ideal ist auch das stereoskopische Bild vom BenQ nicht. Zudem fällt mit steigender Testdauer der starke Helligkeitsverlust durch die Shutterbrille negativ auf. Im dunklen Egoshooter Metro 2033 sind Feinde streckenweise nur noch zu erahnen. Da sich Helligkeit und Kontrast aber im 3D-Modus vom Monitor nicht manuell regeln lassen, beziehungsweise die Werte sowieso am Anschlag sind, hilft nur der Weg über die Gammaeinstellungen. Durch das Erhöhen der Gammawerte werden jedoch weitere Farben verschluckt und die Bildqualität nimmt insgesamt ab.Da bei allen zum Testzeitpunkt erhältlichen TFT-Displays Ghosting auftritt, wechseln wir von Monitoren zu Projektoren. Zum Einsatz kommen der H5360 von Acer sowie der HD67 von Optoma. Beide DLP-Projektoren liegen im Preissegment um 500 Euro und unterscheiden sich kaum in puncto Bildqualität, Leuchtstärke oder maximaler Auflösung. Die folgenden Ausführungen gelten deshalb für beide Modelle.Mit einem 720p-Bild gefüttert verarbeiten die Projektoren 120-Hz-Signale. Automatisch wechseln sie in einen 3D-Vision-Modus, sobald das korrekte Signal anliegt. Anders als bei den 120-Hz-LCDs wandern die Signale durch einen HDMI-Anschluss. Anschlüsse für DVI-D-Kabel haben weder der Optoma noch der Acer.

DLP-Projektoren erzeugen kein Ghosting. Die Bilder werden in unserem Test jederzeit sauber voneinander getrennt, was daran liegt, dass das durch Mikrospiegel an die Leinwand geworfene Bild ausreichend schnelle Bildwechsel ermöglicht. In einem abgedunkelten Zimmer mit einem DLP-3D-Projektor an der Decke lässt sich deshalb das stimmigste 3D-Vision-Erlebnis erzeugen.Die dreidimensionale Tiefenwirkung ist bei DLP-Projektoren schwächer als bei LCD-Monitoren. Die Tiefendarstellung regeln wir deswegen bis zum Anschlag hoch. 100 Prozent am Optoma-DLP entsprechen in etwa einer Einstellung von 15 Prozent am BenQ-LCD. Zu weit von der Leinwand sollten die Beamer ebenfalls nicht aufgestellt sein, da ein kleineres, dafür kontraststärkeres Bild einen deutlicheren 3D-Effekt erzeugt als ein kontrastarmes, großes Bild.Beide Projektoren weisen aufgrund ihrer Bauweise den sogenannten Regenbogeneffekt auf. Manche Spieler, bei denen der Regenbogeneffekt zu Übelkeit oder Kopfschmerzen führt, werden komplett auf DLP-Beamer als Alternative verzichten müssen. Im Test fällt uns allerdings auf, dass der Effekt beim Spielen weniger stört als beispielsweise beim Abspielen einer DVD.

Die letzten beiden Call-of-Duty-Titel, Black Ops und Modern Warfare 2, weisen lediglich Fehler bei der Darstellung von Schärfentiefe auf. Deshalb sollte Schärfentiefe in den Optionen deaktiviert werden. Davon abgesehen sind die Spiele vorbildlich an 3D-Vision angepasst. Grafikfehler treten nicht auf und auch die Bildrate pegelt sich mit unserem Testsystem bei circa 60 Bildern pro Sekunde ein. Da sich Spieler mit 3D-Vision stärker auf die 3D-Grafiken im Hintergrund konzentrieren als auf die 2D-Anzeigen - beispielsweise die restliche Munition -, dauert es länger, Informationen aus dem Heads Up Display (HUD) wahrzunehmen. Dadurch haben Spieler mit 3D-Vision einen Nachteil gegenüber Spielern, die im herkömmlichen 2D-Modus antreten. Im Mehrspielermodus empfiehlt sich 3D-Vision deshalb nicht.Blizzard hat das Onlinerollenspiel hervorragend an 3D Vision angepasst und bietet in den Grafikoptionen eigene Regler für Tiefenstärke und 3D-Tiefeneffekt. Sogar der Mauszeiger bewegt sich in 3D, je nachdem, über welches Objekt er in der Spielwelt gehalten wird. Leider nutzt World of Warcraft viele 2D-Anzeigen. Questtexte, die Symbole für die Fähigkeiten, Schadensmeldungen - all das stört die stereoskopische Wahrnehmung und ist bei langem Spielen ermüdend. Die Wasserreflexionen in Echtzeit werden nicht korrekt dargestellt und müssen in den Grafikoptionen deaktiviert werden.

Mit ausgeblendeten 2D-Anzeigen (ALT+Y) die Scherbenwelt oder Nordend zu erforschen, ist ein sehr beeindruckendes Erlebnis. Ernsthaft spielbar ist WoW so leider nicht, aber die plastische Darstellung von Hügeln und Tälern in Kombination mit der hohen Weitsicht sind eine völlig neue Erfahrung.Das Actionspiel von Squareenix hat landschaftlich viel zu bieten und ist einer von 13 Titeln, die von Nvidia das Siegel 3D Vision Ready bekommen haben. Dieses Siegel bedeutet, dass Spieler sich keine Gedanken um Grafikeinstellungen machen müssen. Das Spiel funktioniert unabhängig von den Einstellungen jederzeit optimal mit Stereo 3D. Bei Just Cause 2 ist uns das sofort hilfreich, denn in den maximalen Grafikeffekten können wir keine 60 Bilder pro Sekunde erreichen. Wenn der PC nicht ausreichend Bilder pro Sekunde erzeugt, leidet darunter das 3D-Empfinden des Spielers - und natürlich ruckelt es auch.

Das zweite 3D-Vision-Ready-Spiel in unserem Testlauf überzeugt vor allem während der Zwischensequenzen - ganz einfach deshalb, weil dann keine 2D-Anzeigen stören. Da der Titel nur über einen Solomodus verfügt und wenig schnelle Reflexe erfordert, gehört er dennoch zu den stimmigeren 3D-Vision-Gesamtpaketen. Auch Mafia 2 setzt wie Just Cause 2 jede Menge Hardwarepower voraus. Allgemein gilt: Wer ohne Stereoskopie keine 100 Bilder pro Sekunde erreicht, wird mit 3D Vision selten die benötigten 60 erreichen.Nvidia hat mit 3D Vision ein gutes Produkt auf den Markt gebracht, das funktioniert. Leider hapert es noch bei der Verarbeitung der stereoskopischen Signale. Das stimmigste 3D-Vision-Erlebnis lässt sich aktuell mit einem sehr leistungsstarken PC mit angeschlossenem DLP-Beamer in einem abgedunkelten Zimmer erzeugen. Einziger Wermutstropfen ist noch der DLP-typische Regenbogeneffekt. Alle Alternativen zu diesem Aufbau bringen Nachteile mit sich, die kaum akzeptabel sind. Die aktuellen 120-Hz-Displays sind noch zu langsam, leuchten nach und erzeugen dadurch Ghosting. Des Weiteren ist der Helligkeitsverlust im 3D-Modus noch zu groß. Langes Spielen mit 3D Vision ist ebenfalls nicht möglich, da Nutzer schneller ermüden oder Kopfschmerzen bekommen als im 2D-Betrieb.

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